Das Schiff

Die Germania VI wurde 1963 als erste ganzgeschweißte Aluminium-Yacht der Welt nach Plänen von Sparkman & Stevens, New York, auf der Werft von Abeking & Rasmussen in Lemwerder bei Bremen gebaut. Auftraggeber war Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Inhaber der Firma Fried. Krupp in Essen. Nach seinem ausdrücklichen Wunsch ist die Yacht als Mannschaftsschiff für weltweite Fahrten konzipiert, um jungen Seglern Gelegenheit zur Ausbildung im Hochseesegeln zu geben. Die Segeltradition des Hauses Krupp begann 1908 mit der Schoneryacht Germania. Heute setzt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung diese Tradition mit der Germania VI fort und gibt Amateurseglern die Möglichkeit, gute Seemannschaft zu lernen.

technische Zeichnung

Die Germania VI weist eine Segelleistung von bis zu 15000 Seemeilen pro Jahr auf. Jährlich nutzen 120 bis 150 Amateursegler die Möglichkeit, an Bord gute Seemannschaft zu lernen. Liegeplatz der Yacht ist Kiel, ihr Segelrevier überwiegend Ost- und Nordsee. Mehrfach hat sie an den Regatten Newport (Rohde Island) – Bermuda sowie Buenos Aires – Rio de Janeiro teilgenommen. Dreimal segelte sie bei Transatlantikregatten mit; aus Anlass der 200-Jahr-Feier der USA nahm die Germania VI an der Rundreise Kiel – Bahamas – New York – Boston – Plymouth – Kiel teil.

Weitere Fahrten führten ins Mittelmeer, an die Westküste Afrikas, zur Ost- und Nordküste Südamerikas sowie zu den Karibischen Inseln. Auch bei den Olympischen Segelwettbewerben hat sie Flagge gezeigt: 1972 in Kiel, 1980 in Tallinn/Reval, 1992 in Barcelona, 1996 vor Ostküste der USA und 2012 vor Weymouth.

2017 ist die Germania VI wieder in der Nord- und Ostsee unterwegs.  Höhepunkte sind neben der Präsenz bei der Kieler Woche und den Sommerreisen zum Bottnischen Meerbusen auch die Teilnahme an der Nordseewoche einschließlich der Regatta Rund Skagen, The Run, dem Rendezvous der Klassiker und der Nachwuchsregatta Kiel-Travemünde der SKWB e.V..